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Vivaldi und ich
Italien 2025, 110 min
• Darsteller
Cecilia: Tecla Insolia
Antonio Vivaldi: Michele Riondino
Governor: Andrea Pennacchi
Signora Prioria: Fabrizia Sacchi
Marietta: Cosima Centurioni
• Crew
Regie:Damiano Michieletto
Drehbuch: Ludovica Rampoldić, Damiano Michieletto
Kamera: Daria D'Antonio
Schnitt:Walter Fasano
Musik: Fabio Massimo Capogrosso

 

Vivaldi und ich

Pressestimmen

Damiano Michieletto gelingt es in seinem Spielfilmdebüt, den Figuren ebenso nah zu kommen wie der Musik Antonio Vivaldis. Aus der tragischen Geschichte der jungen, hochbegabten Cecilia hat er glücklicherweise kein musikalisch untermaltes Rührstück gemacht. Dazu ist Michieletto ein viel zu intelligenter und psychologisch geschulter Menschenkenner und Menschenzeichner.
Dagegen inszeniert er ein inniges Kammertheater ganz nah an den Figuren, mit einer Genauigkeit, die nicht nur schöne Bilder liefert, sondern das Leben im 18. Jahrhundert in Venedig mit großem Detailreichtum einfängt. Das ist faszinierend und auch die Musik Vivaldis kommt authentisch zu ihrem Recht
Robert Jungwirth - br-klassik.de

Im Musikleben Italiens im 18. Jahrhundert wurden Frauen vielfach ausgegrenzt. Die katholische Kirche untersagte ihnen, in Gottesdiensten zu singen, und bestand in Rom darauf, dass sämtliche weiblichen Rollen in Opern mit Kastraten besetzt wurden. Angesichts solcher patriarchalen Zustände erstaunt es geradezu, dass es zur selben Zeit in Venedig vier Waisenhäuser gab, in denen junge Frauen eine exzellente musikalische Ausbildung genossen, die sogar Komposition und Dirigieren umfasste.
Das Ospedale Pietà, in dem Damiano Michielettos Adaption von Tiziano Scarpas Roman „Stabat Mater“ spielt, ist eines darunter und weltweit angesehen für sein treffliches Orchester. Nur mussten die Elevinnen bei öffentlichen Auftritten ihr Antlitz hinter einer Maske verbergen und auf Emporen hoch über den Zuhörern musizieren.
Kirsten Liese - filmdienst.de

Zwischen barocker Schönheit und institutioneller Grausamkeit entwickelt Michielettos Kinodebüt ein still erschütterndes Requiem auf jene Mädchen, deren Musik einst Europa verzauberte und deren Leben vergessen wurde

Antonio Vivaldi ist einer jener Künstler, die jeder kennt und die dennoch seltsam vergessen wirken. Der Name wabert wie ein Echo durch Konzert­pro­gramme, Fahr­stuhl­musik und Handy­war­te­schleifen, während der Mensch dahinter längst verschwunden scheint. Damiano Michie­letto beginnt sein bemer­kens­wertes Kinodebüt Vivaldi und ich deshalb folge­richtig nicht mit dem Mythos des Genies, sondern mit den Verlo­renen, den Über­se­henen, den Frauen, die seine Musik erst möglich machten und die die Geschichte noch gründ­li­cher ausgelöscht hat als ihn selbst.
Axel Timo Purr - artechock.de

Trailer


 

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