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Verflucht Normal
GB 2025, 120 min
• Darsteller
John Davidson: Robert Aramayo
Dottie Achenbach: Maxine Peake
Tommy Trotter: Peter Mullan
Heather Davidson: Shirley Henderson
• Crew
Regie: Kirk Jones
Drehbuch: Kirk Jones
Kamera: James Blann
Schnitt: Sam Sneade
Musik: Stephen Rennicks

 

Verflucht Normal

Humor, Drama und Fakten befinden sich in perfekter Balance. Maxine Peake zeichnet ein nuanciertes Gegenbild zu Shirley Hendersons zunehmend verhärmter und verbitterter Mutter. Beide Schauspielerinnen reizen emotionale Extreme aus: zwischen unerreichbar entrückt und grenzenlos zugewandt. Peter Mullan ist Tommy Trotter: Hausmeister und Ersatzvater für John. Ein Mann vorbehaltloser Toleranz, selbst bei spontanen Schlägen in den Unterleib. Der mit dem britischen BAFTA-Schauspielerpreis ausgezeichnete Robert Aramayo liefert als John eine Schauspielmeisterklasse: eindringlich, wahrhaftig und bewegend.
Dietmar Kanthak - epd-film.de

Einen Orden von der Queen entgegenzunehmen, würde wohl jeden in Aufregung versetzen. Davidson aber hat ein sehr spezielles Problem. Er hat das Tourette-Syndrom und fürchtet, dass ihm angesichts Ihrer Majestät die Zunge durchgehen könnte, er also zur Unzeit so was wie „Fuck the queen!“ ruft.
Von Davidsons realer Begegnung mit Queen Elizabeth II. aus dem Jahr 2019 gibt es Archivaufnahmen, die Regisseur Kirk Jones (dessen Debütfilm „Lang lebe Ned Devine!“ 1998 ein Arthouse-Hit war) zu den Schlusscredits zeigt. Es sieht danach aus, als sei damals alles noch mal gut gegangen.
Im Gegensatz zum neuesten höchst feierlichen, aber auch höchst öffentlichen Moment, den Davidson erleben durfte. Und der, sollte Davidsons Leben noch einmal neu verfilmt werden, die noch bessere Auftaktszene für seine Biografie geben würde: Bei den britischen Filmpreisen, den Baftas, war „Verflucht normal“ als einer der besten Filme des vergangenen Jahres in fünf Kategorien nominiert.
Barbara Schweizerhof - taz.de

Der echte John Davidson doziert heutzutage mit viel Leidenschaft bei Lehrveranstaltungen über das Tourette-Syndrom und fungiert als persönliche Bezugsperson für Betroffene und ihre Angehörigen, die nicht wissen, wie sie mit all dem umgehen sollen. Der Film verfolgt dasselbe Prinzip: „Verflucht Normal“ klärt auf, berührt und inspiriert zugleich – und das auf enorm unterhaltsame Weise. Die Darsteller*innen spielen großartig und jederzeit glaubhaft, die Inszenierung ist zurückgenommen und sachlich, ohne monoton zu wirken. So vergehen die zwei Stunden wie im Fluge und hinterher würde man sogar gerne noch mehr über das Thema, vor allem aber über diesen John Davidson erfahren.
Oliver Kube - filmstarts.de

Trailer


 

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