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ROSE
Österreich 2026, 93 min
• Darsteller
Rose: Sandra Hüller
Suzanna: Caro Braunr
Der Großbauer: Godehard Giese
Seine Frau: Maria Dragus
Seine Tochter: Annalisa Hohl
Der Amtmann: Robert Gwisdek
• Crew
Regie: Markus Schleinzer
Drehbuch: Markus Schleinzer
Kamera: Gerald Kerkletz
Schnitt: Hansjörg Weißbrich
Musik: Tara Nome Doyle

 






















ROSE

Pressestimmen

„Sie hatte begonnen, sich selbst zu verfassen“, erklingt Marisa Growaldts Stimme nach Roses Verurteilung. Indem Rose schreibt, entzieht sie sich für einen Moment der irdischen Gemeinheit und behauptet sich gegen die Ordnung, die sie tilgen will. Vielleicht bedeutet das Glück, sich gesehen zu wissen, vor allem, dem eigenen Blick standzuhalten. So legt es dieses leise, doch große Werk nahe und lässt seine Protagonistin am Ende ihre eigene Wahrheit erkennen, ohne Schrecken, ohne Reue. „Rose“ ist kein Film, der erlöst, aber ein Meisterstück über die Würde der Unbeugsamkeit im Angesicht der Tyrannei der Masse.
Arabella Wintermayr - taz.de

In »Der alte Staat und die Revolution« hat Alexis de Tocqueville über das Ancien Régime geschrieben, dass Wandel erst dann möglich wird, wenn man sich vorstellen kann, dass es etwas anderes geben könnte. In einer Welt, die auf unerschütterlichen Regeln beruht, eröffnet sich für die Titelheldin von Markus Schleinzers drittem Film fast beiläufig eine fundamentale Revolution: »In der Hose war mehr Freiheit«, konstatiert sie einmal: »Und es ist ja nur ein Stückchen Stoff. Da bin ich in die Hose.« So einfach kann das sein und doch so weitreichend erschütternde Konsequenzen haben, denn Rose rüttelt an den Geschlechtergrenzen und damit am Weltbild ihrer Zeit.
Anke Sterneborg - epd-film.de

„Die wahrhaftige Beschreibung einer Land- und Leutebetrügerin, die, obwohl als eine Weibs-Person geboren dem zu Trotz unter falschem Namen als Manns-Bild sich betragen und viel üble Schandtat hat getrieben.“ So kündigt sich der Film eingangs mit einer Texttafel an. Wenn Roses Geschichte einsetzt, haben sich die Gesten und Haltungen des anderen Geschlechts längst in ihren Körper eingeschrieben. Der breite Gang, die Entschiedenheit im Sprechen – der vernarbte Mund hilft ihr dabei –, das Einstimmen in das Gelächter der Männer nach dem Kirchgang. Sogar das Pinkeln im Stehen. Dennoch haftet die Rolle des Sonderlings an ihr.
Mit dem mutigen Schuss auf einen Bären, der einen Knecht fast in Stücke reißt, beginnt Roses Aufstiegsgeschichte. Zunächst als Bärentöter. Und nachdem sie das Land in unermüdlicher Arbeit wieder fruchtbar gemacht hat, als respektierter Gutsherr. Doch erst die Ehe mit Suzanna, der Tochter des Großgrundbesitzers, verschafft ihr die gewünschte Anerkennung. Just in dem Moment, als die kinderlose Ehe ihre Camouflage in Gefahr bringt, wird Suzanna schwanger, und Rose findet sich wie durch ein Wunder in der Vaterrolle wieder. Für kurze Zeit sieht es so aus, als könne zwischen den „Eheleuten“ etwas Aufrichtiges und Schönes entstehen, denn auch Suzanna, die wie Tauschware gehandelt wurde, hat etwas zu verlieren, wenn Roses Geheimnis an die Öffentlichkeit kommt.
Esther Buss - filmdienst.de.de

Trailer (Englisch)


 

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