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The Mastermind
USA 2025, 110 min
• Darsteller
James Blaine Mooney: Josh O'Connor
Hille Hagener: Eli Gelb
Terri Mooney: Alana Haim
Tommy Mooney: Jasper Thompson
Bill Mooney: Bill Camp
Sarah Mooney: Hope Davis
• Crew
Regie: Kelly Reichardt
Drehbuch: Kelly Reichardt
Kamera: Christopher Blauvelt
Schnitt: Kelly Reichardt
Musik: Rob Mazurek

 























The Mastermind

Pressestimmen

James (Josh O’Connor) mag ein seltsamer Kauz sein, der für seine beiden Söhne kleine Artefakte aus dem örtlichen Museum mitgehen lässt. Aber ein abgebrühter Kunsträuber? Was soll’s, der arbeitslose Familienvater braucht das Geld – und den Kick.
Im Massachusetts der 1970er Jahre ist die Jobsituation prekär, vor allem für so eitle und vom kleinbürgerlichen Alltag unterforderte Typen wie ihn. Früher hat der Richter-Sohn an der Kunsthochschule studiert; am Ende hat es nur bis zum Zimmermann gereicht. Kaum ist der Heist geplant, ziehen James und seine Komplizen die Sache durch. Den nötigen Vorschuss, um Flucht und Handlanger zu finanzieren, hat er sich von seiner gutmütigen Mutter Sarah (Hope Davis) geliehen, während seine Frau Terri (Alana Haim) ihm unwissentlich die Baumwolltücher für den Transport der Meisterwerke zusammennäht.
tip-berlin.de

Als sich aus den bisherigen Arbeiten der Regisseurin fortsetzendes Werk über das US-amerikanische Scheitern und die damit verbundenen Ästhetiken männlicher Romantik aber kommt der Film bei aller dahintröpfelnder Stille zu einer erstaunlich wütenden Feststellung, die unter der Regie einer weniger versierten Filmemacherin wohl zu einer simplen Anklage männlicher Verfehlungen geführt hätte, hier aber in einem paradox entspannten Ton davon erzählt, dass es nicht one battle after another gibt, sondern one delusion after another.
Patrick Holzapfel - perlentaucher.de

Die Erzählung gerinnt sozusagen. Der Mastermind fährt ziellos durch die Landschaft, telefoniert mit seiner enttäuschten Frau (Alana Haim), ist aber in Sorge vor allem um sich selbst. Die Figur verstummt mehr und mehr, die große Klappe wird leise. Und wo vorher ein Heist-Plot die Struktur vorgegeben hat – Planung, Durchführung, Konsequenzen –, gibt es jetzt nur noch einen statischen Zustand zu sehen, der bedächtig ausgemalt wird: ruheloses, irreversibles Scheitern.
Diese vorgebliche Bewegungslosigkeit lässt die Filme von Kelly Reichardt dem ersten Eindruck nach sehr spröde wirken. Wenn man diese Bewegungslosigkeit aber annimmt, gerät man in einen Raum der Kontemplation und in sich ruhenden Konzentriertheit.
„The Mastermind“ ist ein Film der kleinsten Gesten, und Kelly Reichardt ist eine der subtilsten Fil­me­ma­che­r*in­nen zurzeit. Das Wichtige geschieht in den Lücken, und man bekommt auch hier wieder viel Leerlauf, Tätigkeiten, die im Genrekino eigentlich als nicht erzählwürdig gelten, und Warten vor Augen geführt.
Benjamin Moldenhauer - taz.de

Trailer


 

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