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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Deutschland 2026, 137 min
• Darsteller
Joachim: Bruno Alexander
Großmutter: Senta Berger
Großvater: Michael Wittenborn
Sabrina: Katharina Stark
Iris: Laura Tonke
Richard: Devid Striesow
• Crew
Regie: Simon Verhoeven
Drehbuch: Simon Verhoeven nach dem Roman von Joachim Meyerhoff
Kamera: Jo Heim
Schnitt: Denis Bachter, Felix Schmerbeck
Musik: Segun Akinola

 



























Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Pressestimmen

Zu seiner eigenen Überraschung besteht Joachim die Aufnahmeprüfung und zieht als 20-Jähriger zu Oma und Opa in die mondäne Münchner Villa nah dem Nymphenburger Schloss. Neben allerlei lustiger Episoden, die er im Schauspielunterricht erlebt, stehen die Großeltern im Zentrum des Geschehens.
Joachim Meyerhoffs Kunst ist es ja, Erlebtes, auch Schmerzhaftes, unter Zugabe von etwas Phantasie in wunderbar skurrile Erinnerungs-Anekdoten zu verwandeln. Die alternde Schauspieldiva und der Philosophengatte sind dafür eine unerschöpfliche Inspirationsquelle mit ihren Schrullen und Extravaganzen.
Früh morgens gurgelt das Paar, gespielt von Senta Berger und Michael Wittenborn, synchron vor dem Badezimmer-Spiegel. Für die Enkel schon in Kindertagen ein faszinierendes Ritual. Zum Frühstück gehört das belebende Glas Champagner, um 18 Uhr wird zur Zigarette ein Glas Whiskey gereicht, abends Rotwein - bevor man auf dem Teppich liegend klassische Musik hört, Großmutter im rosafarbenen Seiden-Hausanzug.
Walli Müller - ndr.de/kultur

Die unkonventionellen Lehrmethoden und für Joachim zumeist peinlich-peinigende Geschehnisse an der Falkenberg-Schule werden mit dem streng durch den Konsum verschiedener Alkoholika ritualisierten Alltag der Großeltern kontrastiert, welcher dem an sich und seinem Lebensweg zweifelnden jungen Mann die dringend benötigte Heimat gibt. Zwischen diesen beiden spannungsvollen Polen spielt sich für drei Jahre das Leben von Joachim ab. Zwischen dem allmorgendlichen Klirren der Champagnerkelche in der Nymphenburger Villa und der Herausforderung, „mit den Brustwarzen zu lächeln“. Dem 18-Uhr-Whisky der Großeltern und der Aufgabe, in der Rolle eines Nilpferds „Effi Briest“ zu geben. Einem Statistenauftritt mit Riesen-Dildo in einer „Faust“-Inszenierung und dem allabendlichen Cointreau-Absacker, bevor die beiden Alten mit dem Treppenlift Richtung Schlafzimmer entschweben.
Katharina Zeckau- filmdienst.de

Mit Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke adaptiert Simon Verhoeven den dritten Roman aus Joachim Meyerhoffs autobiografischer Erzählung Alle toten fliegen Hoch und trifft dabei genau die feinen Töne zwischen überzogen wirkender Comedy und tiefgehender Emotionalität, für die auch die sechsteilige Buchreihe schon so viel Anerkennung fand. Ohne die jeweils andere Seite der Medaille zu vernachlässigen oder gar lächerlich wirken zu lassen, verbindet die Coming-of-Age-Geschichte absurdeste Situationskomik mit der aufreibenden, niemals enden wollenden Suche nach dem Sinn. Wenn Inge und Hermann ihren „Liebeling“ in ihre skurrilen Routinen einbinden, um ihn auf den ersten Tag in der Schauspielschule vorzubereiten, scheint es noch undenkbar, dass nur kurze Zeit später die ersten Zeilen von Soft Cells Tainted Love genügen werden, um einen ganzen Kinosaal zu Tränen zu rühren.
Lukas Hoffmann - kino-zeit.de

Trailer (Englisch)


 

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