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One Battle After Another
USA 2025, 170 min
• Darsteller
Perfidia: Teyana Taylor
Bob: Leonardo DiCaprio
Deandra: Regina Hall
Col. Steven J. Lockjaw: Sean Penn
Sensei Sergio St. Carlos: Benicio Del Toro
• Crew
Regie: Paul Thomas Anderson
Drehbuch: Paul Thomas Anderson inspiriert vom Thomas Pynchons Roman Vineland
Kamera: Michael Bauman
Schnitt: Andy Jurgensen
Musik: Jonny Greenwood

 




























One Battle After Another

Pressestimmen

Eine Schlacht nach der anderen gilt es zu schlagen, im Widerstand genauso wie im Leben allgemein. Für Anderson bedeutet die sehr lose Pynchon-Adaption allerdings auch, dass er wie noch nie zuvor in seiner Karriere eine ganze Reihe von Actionsequenzen inszenieren muss. Mit welcher Lässigkeit und ganz eigenem Flair er das tut, ist nicht zuletzt im von ihm bevorzugten Breitbildformat (gedreht wurde unter anderem mit restaurierten VistaVision-Kameras) erstaunlich. Von der Einstiegssequenz über eine hinreichend komplizierte Fluchtaktion bis hin zu einer Autoverfolgungsjagd zum Schluss, die tatsächlich durch die Wüste führt und die man so noch nie gesehen hat, wirken die Szenen entschleunigt und rasant zugleich.
Patrick Heidmann - epd-film.de

Wenn Lockjaw mit einer Armee an schwer bewaffneten Polizisten und Soldaten unter dem Vorwand einer Drogen- und Immigrantenrazzia eine amerikanische Kleinstadt übernimmt, fühlt man sich dagegen an brandaktuelle Bilder aus der aktuellen Realität der USA erinnert. Wie die Soldaten die Angestellten einer Hähnchen-Nuggets-Fabrik festsetzen oder mit Sturmgewehren sogar den Schulball stürmen, erinnert frappierend an Aufnahmen der Einsätze der Einwanderung und Abschiebungen kontrollierenden Behörde ICE. Dass Anderson zeigt, wie vermummte Provokateure aus den Reihen der Polizei mit dem Wurf von Molotov-Cocktails für eine Eskalation sorgen und so eine Rechtfertigung schaffen, die zuerst noch friedlich verlaufenden Proteste der Bevölkerung mit Knüppeln und Tränengas niederzuschlagen, ist dazu eine deutliche Aussage.
Björn Becher - filmstarts.de

Denn wie schon in seinen Filmen There Will Be Blood (2007) und The Master (2012) irritiert Anderson auch in One Battle After Another mit einer fast schon visionär-prophe­ti­schen, politisch-gesell­schaft­li­chen Gegen­wär­tig­keit. Anderson extra­hiert aus Pynchons »Vineland« zwar die Kern­ge­schichte über ein mili­tantes Kollektiv mit Namen »People’s Republic of Rock and Roll«, das bei Anderson »French 75« heißt, und auch die verquere Vierer­be­zie­hung aus Pynchons Roman, aber was bei Pynchon die 1980er Jahre nach der Wieder­wahl von Reagan sind, ist bei Anderson so etwas wie die absolute Gegenwart. Obgleich die Dreh­ar­beiten für One Battle After Another vor Trumps Wieder­wahl (auch das natürlich eine bezeich­nende Parallele zu der Wieder­wahl von Reagan) statt­fanden, strahlt der Film nicht nur im ersten Teil durch eine militant-terro­ris­ti­sche Befrei­ungs­ak­tion von Migranten aus den Händen einer ICE-Einheit fast schon mehr Gegenwart aus, als möglich scheint.
Axel Timo Purr - artechock.de

Interview mit Paul Thomas Anderson - in Englisch mit englischen Untertiteln


 

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