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Yuli
Spanien, Kuba, GB 2018, 110 min
• Mitwirkende
Carlos Acosta: Carlos Acosta
Pedro: Santioago Alfonso Carlos Acosta (jung): Keyvin Martínez
Chery: Laura de la Zu
• Crew
Regie: Icíar Bollaín
Buch: Paul Laverty - nach der Autobiographie "No Way Home" von Carlos Acosta
Musik: Alberto Iglesias
Kamera: Alex Catalán
Schnitt: Nacho Ruiz Capillas

 

Yuli

Pressestimmen

An diesen trägen Sommernachmittagen ist Yuli allein, aber glücklich. Edilson Manuel Olbera gibt in der Rolle des jungen Yuli ein sensationelles Debüt – in seinem Trotz, seinem Witz und seiner Unbeschwertheit. Und mit dieser zarten Trauer eines Kindes, das schon zu viel vom Leben weiß. Immer wieder büxt er aus dem Ballettunterricht aus – bis ihn sein Vater ins Internat steckt. Dort leidet er. Die Jalousien, durch die er in den Hof schaut, wirken wie Gitterstäbe eines Gefängnisses.
Wie tanzt man Einsamkeit? Oder Freundschaft? Oder Verzweiflung? Dieser Film zeigt es uns: Zehn außergewöhnliche Choreographien gliedern die Biografie von Carlos Acosta bis ins Erwachsenenalter. Es sind seine eigenen Choreographien, getanzt von seiner eigenen kubanischen Truppe. Und auch er selbst ist immer wieder dabei. Ein vertanztes Leben, atemberaubende Schlaglichter, faszinierend stimmig verwoben mit der Spielhandlung. Und die ist alles andere als vorhersehbar..
Michael Atzinger - br-klassik.de

Regisseurin Icíar Bollaín und Autor Paul Laverty, der bereits viele Drehbücher für Ken Loach geschrieben hat, zuletzt »Ich, Daniel Blake«, erzählen die Geschichte mit Ruhe, zartem Humor und einer klugen filmischen Form. Da ist einerseits die Rahmenhandlung, in der es um den gealterten, sich selbst spielenden Acosta geht, der mit einer Gruppe Tänzerinnen und Tänzern an einer Tanzperformance über sein Leben arbeitet. Diese Ereignisse werden verwoben mit den Erinnerungen Acostas. Der Film spannt einen Bogen über 40 Jahre: Angefangen in der Kindheit des Tänzers, der eigentlich Fußballspieler werden will, »wie Pelé«, dann aber von seinem Vater Pedro auf die staatliche Ballettschule gezwungen wird; weiter, wie er sich berappelt, Preise gewinnt und als 18-Jähriger beim English National Ballet in London verpflichtet wird.
Jens Balkenborg - epd-FILM

Icíar Bollain wagt in ihrem Künstlerporträt auch das, was im Genre eigentlich verpönt ist: sie traut sich immer wieder, gerade so am Kitsch vorbei zu schrammen – aber genau das tut dem Film außerordentlich gut. In liebevollen Rückblicken setzt der Film die Autobiographie des Tänzers um. Der Film erzählt vom Leben der Familie in einem Vorort Havannas, vom Verhältnis Carlos zu Mutter und Geschwistern und natürlich vom zunächst noch sozialistischen, dann auch postsozialistischen Kuba. Die emotional stärkste Geschichte schöpft der Film allerdings aus dem ambivalenten Verhältnis Acostas zu seinem autoritären Vater. Ein einfacher LKW-Fahrer, der seinen Sohn immer wieder an die Geschichte seiner Familie erinnert. An das Schicksal afrikanischer Sklaven auf Kuba, deren Götter, deren Kraft und Willensstärke.
Prädikat "besonders wertvoll" - aus der Jury Begründung der Filmbewertungsstelle

Trailer

Fotos






























 

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